Mobile Web Design

Frontend Entwicklung für mobile Endgeräte

22. März 2013
von Michael Schwarz
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Windows Phone 8 Web Frontend Entwicklung

Eigentlich hatte ich das (ziemlich preiswerte) Nokia Lumia 620 lediglich als Testgerät gedacht, um im Bereich Mobile Web Frontend Entwicklung  auch ein aktuelles Windows Phone 8 Gerät zum testen in unserem Device-Lab zu haben. Und jedes neue Gerät benutze ich eine Zeit lang als persönliches Hauptgerät, um mich mit den Besonderheiten von Betriebssystem, Hardware und speziell dem Default Browser – hier die mobile Version des IE10 – und der daraus entstehenden Benutzbarkeit des (mobilen) Internet vertraut zu machen.

Abgesehen davon, dass sich das Gerät sehr gut anfühlt, ist vor allem das Betriebssystem sehr modern, performant und, wie ich finde, echt gut durchdacht. Da hat jemand die Konkurrenz studiert (wohl studieren müssen) und ein paar Sachen sehr richtig gemacht. Und ich bin nun wirklich kein Microsoft Fanboy oder so was. Übrigens klappt die Kombination Mac/iTunes und WP8 dank der entsprechenden kostenfreien App dazu recht gut – kein Vergleich zur Situation mit dem Android Teil, was ich zuletzt im täglichen Einsatz hatte.

OK, alles schön und gut, aber Mobile Web Entwicklung ist eigentlich hier das Thema… Erste Tests diverser Seiten lieferten rundum gute Ergebnisse. Ein paar Sachen sind – natürlich – ziemlich Webkit-lastig entwickelt worden in den ersten Jahren der Smartphone-Welle. Vor allem so touch-drag Kram geht oft nicht. Einige Seiten mit HTTP-Header basierter Device-Detection haben ihre Gerätematrix wohl noch nicht aktualisiert.
Aber das HTML5 und CSS Rendering des IE10 ist sehr prima, ebenso die Systemschriften und die Performance sowieso (auch in Sachen JavaScript).

Ein Pendant zum apple-touch-icon.png, um eine Website ala iOS/Android auf den Homescreen zu pinnen, gibt es hier so nicht, aber das erklärt sich eben aus dem Konzept des Betriebssystems bzw. wie hier der Homescreen funktioniert. Hier wird entweder automatisch ein Screenshot der Seite zu einem sog. Tile gemacht, oder aber, man kann “Live-Tiles” (in JS) bereitstellen, wo dieses Tile-HomeIcon-Shortcut (wie soll man’s nennen) auch dynamisch Infos der Seite ziehen kann. Hier eine Anleitung dazu.

Dennoch gibt es natürlich noch einiges zu erforschen:

  • Genaue Angabe der installierten Schriften
  • Sripting Besonderheiten (Event Modell und so)
  • Multimedia im Detail

OK, das war jetzt alles eher allgemein gehalten. Mein Fazit nach zwei Wochen WP8 / mobile IE10 ist aber das, dass man als Web Frontendler diese Plattform in naher Zukunft nicht mehr nur als exotische “nice-to-have” Nischenplattform wird links liegen lassen können. Die ersten sehr tollen Webkit-Jahre haben uns ein wenig in die – im Desktop-Web längst überwundenen -  “optimiert für IE bei 1024 Breite” artigen Situation gebracht. Weniger Webkit-spezifische Entwicklung, mehr Web-Standards wären in aller Interesse angesagt.

Ich  wünsche dieser mobilen Plattform (wie auch den anderen neuen Playern, Firefox OS, Ubuntu Mobile, etc)  jedenfalls alles Gute. Es bleibt spannend in der Welt des Mobile Web…

14. Dezember 2012
von Michael Schwarz
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Das heutige iPhone ist eigentlich ein iPhone Mini

“Das heutige iPhone 5 ist eigentlich ein iPhone Mini. Das Standard iPhone muss erst noch entwickelt werden.”

Als ich vor Jahren anfing, Web Frontend für Mobile Endgeräte zu entwickeln, war eine QVGA-Auflösung (320 × 240) sozusagen die maximal mögliche Auflösung. Das war richtig gut. Windows Mobile, Nokia mit dem Symbian Betriebssystem, und – ach ja… – BlackBerrys aller Art. Wir mussten allerdings auch kleinere Screens im Auge behalten. Ich erinnere mich an ein ansonsten sehr gutes Sony Eriksson Teil. Die Bedienung: Entweder so eine Art Mauszeiger, oder durch die Links tabben.
Und dann kam – großer Tusch!! – das iPhone! Jappadappaduh! Auf die Touch-Bedienung etc. will ich erstmal gar nicht eingehen, auch nicht auf den endlich guten Browser (danke Webkit!), sondern auf die unvorstellbare Auflösung von sage und schreibe 640 x 320 Pixeln. Wow! Damit konnte man endlich was machen.
Anfangs dachten wir noch an “die anderen”, jaja, responive und so, die Kleinen sollten auch noch unsere mobilen Seiten genießen, aber bald war der Damm gebrochen. Mit irgendwas anderem als dem iPhone geht doch (hierzulande) keiner ins Internet, so die sich breitmachende Haltung.
Ein Kollege sagte in der Zeit zu mir: “Diese iPhone Auflösung von 640 x 320 Pixeln wird schon bald unsere kleinste zu bedienende Mobile-Device-Screensize sein, sozusagen das 800 x 600 der frühen Desktop-Web Jahre.” Dem habe ich vehement widersprochen, und heute meine ich, er hatte recht:
Fast alle Smartphones heute haben eine größere Auflösung als das iPhone (das aktuelle iPhone5 hat 1136 x 640 Retina-Pixel, was aus Screendesign-Sicht also einer Höhe von 568 Pixeln, und einer unveränderten Breite von 320 Pixeln entspricht), während das schon veraltete Samsung Galaxy S2 bereits mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln daherkommt.
Daher meine These: “Das heutige iPhone 5 ist eigentlich ein iPhone Mini. Das normale iPhone muss erst noch entwickelt werden.”

Frohes Fest :-)

17. September 2012
von Michael Schwarz
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Mobile Design Fundgrube

Erstmals möchte ich in diesem Blog ein Buch empfehlen.

Mobile Design Pattern Gallery” ist eine thematisch gut sortierte Sammlung von Beispielen für Mobile-Web-Oberflächen. Weniger ein Lehrbuch, als vielmehr was zum Schmökern und zur Inspiration. Sortiert nach Themenbereichen wie “Navigation”, “Tabellen und Listen”, “Formulare” etc. kann man durch verschiedene farbige Screenshots – meist jeweils mit kurzem Kommentar dazu – blättern.

Anbei ein Affiliate Link zum Buch.
(Übrigens: Fast jedes Buch gibt’s aber auch beim Buchhändler um die Ecke binnen 24h. Support your local Buchhändler…)

22. Mai 2012
von Michael Schwarz
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Mobile Audio Guides (1)

Beispiel: “Phone Audioguide – hören Sie, was es zu sehen gibt.“

David Heintz von Phone Audioguide (* Disclaimer: David Heintz ist ein langjähriger Freund von mir und ich helfe ihm in Sachen Mobile Web) ermöglicht Anbietern / Betreibern von Sehenswürdigkeiten, Messen, Museen etc. eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, akustische Führungen durch eben diese Sehenswürdigkeiten anzubieten, ohne dass der Betreiber in irgendwelche Hardware investieren müsste. (Man kennt das z.B. von Museen, wo man solche Kästen mit Kopfhörern ausleihen kann, die einen dann durch die Ausstellung geleiten.)

Audio Guide auf einem iPhoneDas Verfahren ist denkbar simpel: Der Besucher ruft entweder von seinem Handy aus eine Festnetznummer an – in Zeiten von Festnetzflatrates unproblematisch – und lässt sich so leiten, oder er ruft eine simple mobil optimierte Website auf, wo er pro Station seines Rundganges per Klick entweder eine MP3-Datei abruft, oder eine verlinkte Telefonnummer anruft. Je nach persönlicher Situation oder Netzauslastung kann das eine oder das andere sinnvoller sein… All das wird auf Schildern bzw. in vor Ort verteilten Flyern sehr klar verständlich kommuniziert.

Ein klasse Konzept wie ich finde. Die mobile Sites kommen noch sehr einfach daher, es musste mal wieder sehr schnell gehen. Die knöpfe ich mir aber alsbald vor…


Hier ein Beispiel: http://www.pa-g.de/weinheim/

Vor allem bei Betreibern aller Art kommt das Konzept gut an, weil:

  • Ein Handy – oft mit Festnetzflat – haben fast alle Besucher sowieso dabei
  • Die Mobile-Web-Fraktion kann’s sogar Buzzword-kompatibel nutzen
  • Ein Audioguide an sich ist sehr nützlich
  • Keine Hardware muss beschafft, gewartet, verliehen oder repariert werden

Ergo ist das Ganze für den Anbieter viel günstiger als herkömmliche Verfahren. Und sehr gut produziert sind die Guides sowieso.

27. Februar 2012
von Michael Schwarz
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CSS Orientation – Hoch- oder Querformat?

Bei “CSS Orientation” geht es darum, abhängig von Hoch- bzw. Querformat unterschiedliche CSS Dateien wirken zu lassen.
(Hochkant = “portrait” und Querformat = “landscape”)

Das kann einem bei iPhone und Co, und besonders beim iPad und ähnlichen Geräten sehr gelegen kommen. Auf dem Desktop weiss ich nicht so recht, ob’s so nötig ist.

Die Anwendung ist super simpel:

<link rel="stylesheet" media="all and (orientation:portrait)" href="portrait.css">
<link rel="stylesheet" media="all and (orientation:landscape)" href="landscape.css">

Diese CSS Query funktioniert Stand heute im Firefox, Safari, Chrome und den einschlägigen mobilen Versionen des Webkit-Browsers, sowie im IE9 (also auch Windows Phone 7.5 +).

Hier ein Beispiel für CSS-Orientation (siehe auch dort den Quelltext):

http://mobilewebdesign.de/beispiele/css-orientation.html

CSS Orientation

19. Januar 2012
von Michael Schwarz
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Formular Inputs optimieren

1. Touch Device Formular Eingaben optimieren mit “autocorrect off”

Mitunter nervt es ja, wenn das Smartphone beim Ausfüllen von Formularfeldern allzu sehr “mitdenkt”. Manchmal ist’s ja ganz gut, aber oft eben nicht. So möchte ich z.B. eigentlich nicht, dass mein Touch-Device bei der Eingabe einer E-Mail-Adresse den ersten Buchstaben erstmal groß schreiben will.

Also schreibe ich in solchen Fällen:
<input type="email" autocapitalize="off" />

An anderer Stelle stört mich vielleicht die Autokorrektur, oder die Autovervollständigung, die bei der Eingabe meines Vornamens “Michael” nach 2 Buchstaben “Milch” oder ähnliches vorschlägt.

Da empfiehlt sich dann:
<input type="text" autocorrect="off"  />
und/oder
<input type="text" autocomplete="off"  />

… oder gleich beides:
<input type="text" autocorrect="off" autocomplete="off"  />

 

2. Kurz nachdenken bei input type=”number”

Da bin ich schön in die Falle getappt:
Die neuen html5 input types sind ja großartig, u.a. weil sie in den verschiedenen mobilen Endgeräten gleich das passende Software-Keyboard einblenden, je nachdem, welche Eingabe erwartet wird.

Nun habe ich im jüngsten Projekt sowohl die PLZ als auch die Hausnummer mit input type=”number” versehen, verkürzt in etwa so:

<label>Nr.</label>
<input type="number" />

Auf den verschiedenen Smartphones geht nun also bei der Eingabe in dieses Feld ein Nummern Keyboard auf. Während man beim iPhone oder beim Opera Mobile nun dennoch auch Buchstaben eingeben kann (das Software-Keyboard lässt sich umschalten), ist dies bei Androiden 2.2 / 2.3 nicht möglich. Einfach (richtigerweise?) gar nicht möglich!

Warum mich das beschäftigt?
Für eine PLZ ist das im Moment OK (solange nicht eine Form wie D-10879 gewünscht wird) , aber mein aktueller Projektleiter ist an der Aufgabe gescheitert, seine Hausnummer 112b einzugeben.

18. Januar 2012
von Michael Schwarz
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CSS – Hintergrundfarbe angetippter Links auf Touchscreens

Wenn man auf dem iOS oder Android Touchscreen einen Link antippt (also das Touch-Pendant zum Klick mit der Maus), so färbt sich der Hintergrund der “klickbaren” Fläche per default leicht grau ein. Um dies zu unterbinden oder anders zu gestalten, nehme man die (webkit-spezifische) CSS Eigenschaft “-webkit-tap-highlight-color“.

Die gewünschte Hintergrundfarbe kann man in Hex-Werten oder in RGBA angeben. Die RGBa Kombination ist zu bevorzugen, da dies sowohl auf iOS, als auch auf Android Geräten funktioniert. Dies sieht man nur beim Testen auf einem iPhone/Android selbst, nicht am Desktop im Safari/Chrome.

Beispiele:
/* kein Hintergrund, nur iOS:*/
-webkit-tap-highlight-color: transparent;

/* kein Hintergrund in iOS und Android:  */
-webkit-tap-highlight-color: rgba(0, 0, 0, 0);

/* grauer Hintergrund mit 40% Transparenz: */
-webkit-tap-highlight-color:rgba(204,204,204,0.4); 

Ob und wie das auf Windows Phone 7.5 (und höher) Geräten geht, wäre noch auszuchecken.